Muslimbrüder sollen freigelassen werden

In Ägypten ordnete ein Gericht nun an, dass 16 führende Mitglieder der politischen Vereinigung der Muslimbrüder nun freigelassen werden sollen.

Die 16 Muslimbrüder waren ursprünglich angeklagt worden, Trainingscamps erschaffen zu haben um Terroristen für Anschläge in Ägypten zu trainieren. Ein Gericht sprach die 16 angeklagten Mitglieder der Muslimbruderschaft nun nach Zahlung von Kaution in Höhe von rund 670 Euro vorerst frei.

Der Stellvertretende Anführer der Muslimbruderschaft, Mahmoud Ezzat und der Sprecher der Vereinigung, Essam al-Erian, befanden sich unter den 16 Angeklagte. Die Muslimbruderschaft ist in Ägypten offiziell verboten, 88 Mitglieder konnten aber trotzdem bei der letzten Parlamentswahl als freie Kandidaten in das ägyptische Parlament einziehen.

Verboten wurde die Muslimbruderschaft im Vorfeld der Wahlen im Jahre 2000, konnte aber durch diverse Tricks ihr Fortbestehen sichern. Die islamisch-fundamentalistische Vereinigung ist weiterhin größte Oppositionspartei in Ägypten, Analysten rechnen aber damit, dass ihr Einfluss bei der Parlamentswahl dieses Jahr sinken wird.

Quelle:
the star online