Safaga

Safaga ist eine ägyptische Hafenstadt am Roten Meer. Dies ist sehr stark prägend für ihren Charakter und ihren Charm, da Safaga auf eine lange Tradition des Seehandels zurückblickt. Safaga gilt als eine der ältesten ägyptischen Hafenstädte. Ihre Gründung soll auf Pharao Sahure zurückgehen, der sie zum Zwecke einer Basis bei der Erforschung des Roten Meeres und des Seehandels einrichtete. Für dieses Anliegen sprach schon damals die zentrale Lage der Stadt, die sich bis heute nicht geändert hat. 1882 nutzten die Briten ihre strategische Lage nach der Eroberung Ägyptens. Seit 1911 ist ein Interesse der italienischen Wirtschaft an Safaga zu beobachten. Im Zweiten Weltkrieg nutzten die Alliierten den Standpunkt des Hafens. Mekka Pilger reisen häufig auf diesem Wege ein. Alle diese Einflüsse haben Safaga einen sehr gut erkennbaren Stempel aufgedrückt und der Stadt einen teilweise sehr eigenen Charakter verliehen.

Die Stadt konserviert ihre Geschichte, so liegt dort immer noch ein Wrack aus dem Zweiten Weltkrieg, Resultat eines Fliegerangriffs, der längst vergessen scheint. Phosphat und Aluminium haben den Handel groß gemacht und die Industrie wachsen lassen. Wer sich für Handel und seine Geschichte interessiert, wird hier sicher den richtigen Anlaufpunkt finden.

Der Hafen des Pharaonenreiches blickt auf 4000 Jahre des Seehandel zurück, demzufolge ist ein „Archäologisches Interesse“ an der Stadt und der umliegenden Landschaft zu erkennen. Die Stadt kann als Ausgangspunkt für Ausflüge ins umliegende Land genutzt werden. Wer noch nie zuvor die Wüste gesehen hat, wird begeistert sein von dem einmaligen Erlebnis. Geschichte ist hier fühlbar, greifbar und oft noch ungeklärt. Mythen und Erzählungen sind überall präsent.
Die schwarzen Sandstrände laden ein zum sinnieren und bilden eine Eigenart, die dem westlichen Besucher zugleich eindrucksvoll und unverständlich erscheint. Die Reiseleiter erklären hier, dass es sich um radioaktive Isotope handelt, die in der hier gering vorhandenen Konzentration schon von der Pharaonin Hatschepsut zu gesundheitsfördernden Maßnahmen genutzt wurden.
Safaga ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in das Niltal.

Komfortable Anlagen wie Soma Bay, Makadi Bay und Kalawy Bay sowie auch al-Quasir bieten eine willkommene Abwechslung zur Wüstenatmosphäre der Stadt. Hier findet man die Möglichkeit sich zu entspannen und die heiße Wüstensonne in ihrer angenehmsten Funktion zu erleben.
Soma Bay ist eine Halbinsel in unmittelbarer Nähe der Stadt, hier befinden sich verschiedene Hotels und die sehr beliebte Tauchbasis ORCA, eignet sich sehr gut zum Schnorcheln! Etwa 30 Kilometer entfernt befindet sich Makadi Bay, eine typische Touristenanlage bestehend aus Hotels und einem weißen Sandstrand, die Unterkunft hier ist vergleichsweise günstiger als in Soma Bay. Kalawy Bay ist ebenfalls eine Touristenanlage, in gleicher Entfernung, aber angenehmer als Makadi. Das Hotel Magic Life Kalawy Imperial hat bei mir einen sehr guten Eindruck hinterlassen, es war sehr gepflegt und das Personal sehr freundlich. Golfen, Tauchen und Surfen sind die Hauptattraktionen in und um Safaga . Alles kann man Lernen: In angenehm kleinen Gruppen erklären die Tauchlehrer, manchmal in etwas gebrochenem Englisch, die Mechanismen. Sie erscheinen sehr kompetent und wissen genau wo sich etwas sehenswertes auf dem Meeresgrund befindet. Die Einheimischen tendieren dazu Plätze aufzusuchen die weniger überlaufen sind, was sich wirklich auszahlt, da man auf diese Weise mehr lernt. Die Korallenriffe sind sehenswert, besonders wenn man nie zuvor getaucht hat.

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