Sicherheit in Ägypten
In Ägypten gab es in den vergangenen Jahren bereits Anschläge, vor allem gegen von Touristen oft besuchte Plätze. Besondere Bekanntheit machte der Anschlag von Luxor 1997 bei dem 6 Terroristen die Ausgrabungsstätte Deir el-Bahri mit automatischen Waffen Angriffen und dabei 62 Personen töteten und 26 Personen verwundeten. Doch der bislang größte Anschlag fand in der Nacht vom 22. auf den 23. Juni 2005 in Sharm El-Sheikh und dem nahe liegenden Naama Bay statt. Bei insgesamt 3 Bombenanschlägen verloren in dieser Nacht 88 Menschen ihr Leben und über 200 wurden verletzt.
Polizeipräsenz
Trotzdem kann man Ägypten nicht als unsicheres Land für Touristen darstellen. Die ägyptische Regierung ist sehr darum bemüht, die Sicherheit für die Touristen, die immerhin eine der größten Einnahmequellen des Landes sind, wiederherzustellen. Daher hat man an allen Orten wo sich normalerweise Touristen aufhalten eine sehr hohe Präsenz von stark bewaffneten Polizisten. Dies beginnt bei einfach Patrouillen von Polizisten durch die Straßen von Touristenorten. Knotenpunkte und Sehenswürdigkeiten sind meistens zusätzlich durch einen festen Polizeiposten gesichert. Hierbei handelt es sich meistens um ein Polizeifahrzeug, plus mehrere Soldaten hinter mobilen Stahlschutzwänden. Auch frei zugängliche Geldautomaten werden rund um die Uhr durch mindestens einen Polizisten geschützt.
Reisen durch Ägypten
Der Schutz außerhalb der Touristenorte kann aber vom Land nicht gewährleistet werden. Daher sind Reisen von Touristen auf eigene Faust, durch das Land, verboten. Für die Reise über weite Strecken, wie sie in Ägypten sehr häufig nötig sind, werden daher für Touristen Konvoifahrten angeboten. Hierbei muss man sich an einem Sammelpunkt etwas außerhalb der Stadt treffen, der von der Polizei stark bewacht wird. Zu bestimmten Uhrzeiten, meistens nur einmal morgens und einmal abends, startet dann ein von mehreren Polizeifahrzeugen bewachter Konvoi.
Die Entführung einer deutschen Touristengruppe im September 2008 nahe der Grenze zum Sudan zeigte, wie gefährlich eine Fahrt auf eigene Faust sein kann. Die Bedrohung kommt meistens nicht von Terroristen, sondern wie in diesem Fall von einheimischen Stämmen, die sich so Geld verdienen wollen.
Gefahr durch Terrorismus
Wie man sieht, ist die Ägyptische Regierung sehr darum bemüht, die Touristen im Land zu schützen. Trotzdem zeigen Anschläge weltweit und auch in Ägypten immer wieder, dass man sich nicht gegen alles schützen kann. Gerade in Ägypten besteht das Problem, dass der Islam im Land sehr verbreitet ist und es auch eine geographische Nähe zu anderen islamischen Ländern gibt. Während viele Anhänger des Islams offen gegenüber dem Westen sind und sich über Urlauber freuen, finden sich auch einige radikale Fundamentalisten. Die Zahl dieser ist sehr gering, doch bilden sich aus ihren Kreis Terroristen, deren Weg zu den Touristengebieten nicht mehr weit ist. Hierdurch steigt selbstverständlich die Gefahr eines Anschlags, wenn man aber die Anzahl der jährlichen Touristen im Land und die Anzahl der Opfer von Anschlägen vergleicht, ist das Risiko sehr gering. So gab es seit 2005 keine Anschläge mehr von Terroristen in Ägypten.
Straßenverkehr
Nicht unterschätzen darf man hingegen in Ägypten die Gefahr, die vom Straßenverkehr ausgeht. Anders als hier in Deutschland braucht man zum Erwerb des Führerscheins in Ägypten bei der Fahrprüfung nur zeigen, dass man ein Fahrzeug bedienen kann. Dementsprechend wenig werden daher auch von vielen Autofahrern die Verkehrsregeln dort beachtet. Daher sind auch Tempo Limits und andere Verkehrsregeln für viele Fahrer ein Fremdwort.
Als Tourist sollte man besonders beim Überqueren von Straßen aufpassen. Man kann nicht erwarten, dass die Autos für einen Bremsen. Daher sollte man immer eine große Lücke im Verkehr suchen und insbesondere auf schnelle Autos achten. Dies wird Nachts zwar einfacher, da weniger Autos unterwegs sind, aufpassen sollte man aber auch hier, da viele Ägypter ohne Licht fahren.
